Umsetzung
Visions-und Zielcoaching
Struktur des Coachings:

Ideal ist ein Coaching in der Gruppe von 15-20 Teilnehmer pro Trainer. Es kann variieren, doch grundsätzlich hat diese Gruppenstärke den größten Erfolg. Es handelt sich stets um ein Einzelcoaching in der Gruppe! Es gibt keine allgemein gültige Gesamtlösung der Probleme, sondern für jeden Einzelnen die persönlichen Lösungswege, ganz individuell zugeschnitten. Innerhalb des Coachingprozesses findet eine regelmäßige Vernetzung in kleine Erfolgsteams statt. Das fördert eine positive Gruppendynamik und optimalen Input von immer wieder anderen Teilnehmern.
Rolle des Trainers:
In erster Linie ist der Trainer für die Anleitung der Teilschritte der VC-Methode und der Einhaltung des roten Fadens innerhalb der Methode verantwortlich. Er erarbeitet eine Tagesstruktur für die Teilnehmer. Auch ist er Moderator bei Konflikten, die unweigerlich innerhalb von Gruppen auftreten. Es werden mit der Gruppe Wege erarbeitet, die Konflikte zu lösen.
Die praktische Umsetzung:
Visionsarbeit:
Das Coaching setzt an der Vision, das Ziel, die Idee an. Es geht um die Zielvision der Seminarteilnehmer zunächst unabhängig von Hemmnissen oder Blockaden. Es ist elementar wichtig, den Fokus auf die Zukunft zu lenken und freies Assoziieren zu ermöglichen, damit sich höchstmögliche Kreativität entfalten kann. Hier werden verschiedene Techniken der Kreativitätssteigerung und Phantasieanregung eingesetzt.
Das Visionsbild der Teilnehmer wird in der Gruppe „hochgesponnen“, verstärkt und mit neuen Ideen angereichert. Die Teilnehmer in der Gruppe lernen sich so über ihre Ideen, nicht über ihre Probleme kennen. Das erzeugt eine positive Gruppendynamik und macht den weiteren Prozess, auch der Bearbeitung zentraler Hürden leichter.
Während des gesamten weiteren Coachingprozesses wird die Idee/ das Ziel kontinuierlich weiterentwickelt.

Für eine Klärung der Ist-Situation des Coachees, ist die zu diesem Zeitpunkt die Ist-Anamnese sehr gut geeignet.
Dieser Schritt ist erforderlich, damit die Coachees für sich eine Reflektion erfahren, dass es in der jetzigen Lebenssituation (so schlimm auch gerade das Leben ggf. erscheinen mag) bereits Dinge/ Begebenheiten/ Menschen gibt, die es sich lohnt, vor Augen zu führen. So kommt die Vision bereits ein Stück näher und der Übergang in die Stolpersteine fällt leichter.
Die Stolpersteine:
Werden in der Visionsphase noch alle Blockaden außen vorgelassen, so kommen sie nun zum Tragen. "Was liegt Dir auf Deinem Weg zur Vision ALLES im Weg?" Hier werden alle Hindernisse und Probleme identifiziert und benannt. Ist die Vision zu Beginn noch scheinbar unerreichbar, so nähert sie sich jetzt Schritt für Schritt an. Es findet eine Fokussierung der Vision bzw. der Idee statt, indem alles visualisiert wird, was dem Ziel zum jetzigen Zeitpunkt im Wege steht.
Anschließend werden Möglichkeiten gesammelt, wie der Stolperstein gelöst werden kann. Daraus ergeben sich individuelle Lösungsstrategien und der Teilnehmer wird in die Lage versetzt, zu erkennen, dass er sein Ziel tatsächlich erreichen kann! So ergibt sich ein Zeit- und Zielmanagement, indem die Stolpersteine nach Wichtigkeit geordnet und mit Daten versehen werden, bis wann und wie sie, mit wem gelöst werden.
Die ehemaligen Stolpersteine sind jetzt zu Meilensteinen ("Teilzielen") geworden!
Bedürfnisanalyse & Alleinstellungsmerkmale:
Die Teilnehmer wissen nun was sie tun wollen und wann/ wie sie es erreichen. Was noch fehlt ist der Adressat. "Für wen will ich meine Leistung eigentlich erstellen und warum braucht derjenige diese überhaupt?"
Jetzt wird ein Wunschkunde (oder möglicher Arbeitgeber) kreiert und dessen Bedürfnisse mit den Fähigkeiten des jeweiligen Teilnehmers abgeglichen. Das passiert in Form eines T-Kontos. Auf der linken Seite werden mindesten 30 Bedürfnisse des Wunschkunden (persönlich wie beruflich) aufgelistet. Danach wird jedem Bedürfnis wenigstens ein Beweis des Teilnehmers gegenübergestellt, mit dem der Teilnehmer dieses Bedürfnis abdecken kann. Erst wenn jedes Bedürfnis einen Beweis auf der Gegenseite hat, werden die Bedürfnisse mit einer Punkteskala (1-5 Punkte) gewichtet.
Die gegenüberstehenden Beweise der „Top-Fünf“ Bedürfnisse bilden die Alleinstellungsmerkmale (USP´s) des Teilnehmers. So betrachtet sich der Teilnehmer nicht als Bittsteller, sondern als Dienstleister und bekommt Augenhöhe zum Kunden/ Arbeitgeber über das vor Augen führen der eigenen Fähigkeiten.
Der Teilnehmer weiß nun an wen sich sein Angebot richtet, was seine Alleinstellungsmerkmale sind und wie er den anderen von seinem Angebot überzeugt!
Das Hamsterrad:
Liegt der Fokus bei den Stolpersteinen noch auf allgemeinen Problemen, die im Wege liegen, so bearbeitet das Hamsterrad die inneren Blockaden. Innerhalb der Methode kommt jeder Teilnehmer an seine inneren Grenzen. "Wo ist der kritische Punkt, an dem Du abdriftest in alte Muster und Dich selbst blockierst/ sabotierst?"
Anders als in der Psychotherapie geht es nicht um das Aufarbeiten von Traumata. Coaching bedeutet, das Problem zu erkennen und auf einer Handlungsebene damit umgehen zu lernen!
Strategienentwicklung & weitere Umsetzung:
Abgeleitet aus den bisher erarbeiten Ideen und Lösungsansätzen werden nun konkrete Strategien erarbeitet. Die Teilnehmer erstellen einen konkreten Plan zu den anstehenden Handlungsschritten. Sie erarbeiten, wenn notwendig, auch einen Businessplan und ein Marketingkonzept. Die Priorisierung der jetzt vereinbarten Handlungsschritte erfolgt täglich in der Morgenrunde mit den Fragen:
- „Was ist meine Vision/ Idee?“
- „Was will ich heute dafür tun?“
- „Wie geht es mir damit?“
So wird die Kraft der Vision täglich in den Vordergrund gebracht, die wichtigen Themen angesprochen und die Gruppe/ der Trainer bleibt immer über den aktuellen Stand eines jeden Teilnehmers informiert!
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